Ein Wahlkampf, der mich verändert hat

Jeder Wahlkampf ist ein Unikat. Seit 1997 engagiere ich mich in Wahlkämpfen und bislang war jeder anders. In diesem Frühjahr habe ich drei besondere Beobachtungen gemacht. Eine davon wird meine Arbeit als Abgeordneter im Wahlkreis grundlegend verändern.

Vor 20 Jahren begannen Wahlkämpfe für Land und Bund bei uns immer gleich: Zuerst wurden die Vorsitzenden der Ortsvereine eingeladen. Man setzte sich zusammen und trug Termine ein, bei denen der Kandidat sich zeigen sollte. Schützenfest, Sommerbasar, Vereinsjubiläum: Aber bitte nie ohne Begleitung aus dem Ort, weil nichts so traurig aussieht, wie ein einsamer Kandidat auf weiter Flur. Fehlten dann nur noch die Wochenmärkte, auf denen die jeweilige Ortspartei zwei bis drei Wochen vor der Wahl kontinuierliche Präsenz zeigte mit Stehtisch, rotem Schirm und Einkaufswagenchips plus Kuli.

Das läuft bis heute noch genau so und es überrascht mich immer wieder, dass viele vor allem ältere Menschen die Präsenz ihrer Partei auf den Märkten erwarten. Genauso übrigens wie einen neuen Kugelschreiber oder ein paar rote Chips für den Einkaufswagen, weil man die zwischen zwei Wahlen ohnehin immer verliert. Den Aufwand, den wir allerdings treiben, um solche Infostände zu planen, aufzubauen und zu besetzen, stehen aus meiner Sicht in keinem Verhältnis mehr zu den Menschen, die wir damit tatsächlich erreichen. Meine Beobachtung lautet deshalb:

Erstens: Der klassische Infostand auf dem Markt stirbt aus und ist an vielen Stellen bereits tot.

Nur, weil man es von uns erwartet und uns vor allem die eigenen Anhänger sehen wollen, bauen wir noch unsere roten Zelte und Schirme, Fähnchen und Thermoskannen auf den Wochenmärkten auf. So wie aber die Markt-Kundschaft weniger wird, buhlen wir auch um eine immer geringer werdende Aufmerksamkeit. Klüger, so meine Beobachtung in diesem Wahlkampf, ist es, die Zeit mit Besuchen von Haustür zu Haustür zu verbringen. Nicht nur quantitativ verbringe ich meine Zeit als Kandidat damit sehr viel sinnvoller. Auch qualitativ merke ich, dass der kurze Augenblick (im doppelten Wortsinne!) zwischen meinem Gegenüber und mir eine Vertrautheit schafft, die ich mit Kaffee und Kulis nur sehr viel schwerer hinbekomme.

Zweitens: Mit Online-Präsenz alleine gewinnen wir keine Wahlkämpfe. Ohne Online-Präsenz werden wir sie aber sicherlich verlieren.

Auf diese Erkenntnis besitze ich kein Copyright. Im Gegenteil habe ich sie erstmals in etwas abgewandelter Form bei dem großartigen Leif Neugebohrn von der Werkstatt für Überzeugungsarbeit gehört. Beispiel: Eines der zentralen Elemente meiner Online-Kampagne war ein Video, das meinen Anspruch, Politik mit einem Lächeln zu machen, auf unterhaltsame Weise unterstreichen sollte. Dank engagierter Jusos als Darsteller ist uns, glaube ich, ein sehr schönes Filmchen gelungen, das wir auch auf den Wochenmärkten in Endlosschleife gezeigt haben. Ich glaube nicht, dass wir dort jemals über 25.000 Menschen hätten erreichen können – bei Facebook haben wir das geschafft. Wir haben mehr als 500 Reaktionen provoziert und über 50 fast ausschließlich positive Kommentare erntete das Video. Dafür haben wir auch gezielt geworben, so wie wir das früher mit Zeitungsanzeigen getan hätten – nur diesmal mit den soziodemografischen Möglichkeiten, die uns Facebook bietet.

Apropos Anzeigen: Ich glaube, dass Annoncen in Zeitungen genauso wie Presseartikel noch immer ein wichtiges Kampagnenwerkzeug sind. Vor allem bei der Bewerbung von Veranstaltungen merke ich, dass die Unverbindlichkeit im Netz sehr groß ist und eine Zusage bei Facebook wenig gilt. Wer sich aber aufgrund eines Zeitungsartikels telefonisch anmeldet, der kommt auch, weil er sich tatsächlich mit dem Inhalt auseinander gesetzt hat und nicht nur ein cooles Foto oder die Überschrift gemocht hat.

Kommen wir zur letzten und für mich wichtigsten Beobachtung im vergangenen Wahlkampf:

Drittens: Wir verstehen uns nicht mehr!

Über die vergangenen Wochen hat sich ein Gefühl in mir breit gemacht. Mir war manchmal, als gebe es da eine unsichtbare Schranke zwischen mir und den Menschen, denen ich auf Märkten und Plätzen begegnet bin. Ein Unverständnis nicht nur im semantischen Sinne, wenn ich beispielsweise von Kommunen sprach, statt Städte und Gemeinden zu sagen. Ein Unverständnis auch, weil viele Wählerinnen und Wähler nur noch wenig vom politischen System kennen. Ein grundsätzliches Unverständnis, weil wir Politiker in unseren Filterblasen nicht mehr spüren, worum es dem anderen tatsächlich geht.

Richtig bewusst geworden ist mir das bei der Veranstaltung eines Kollegen, bei der ich nur zu Gast war. Eine Diskussion in einer traditionellen Kneipe. Links der Tresen – vollbesetzt mit Pils trinkenden Männern – und rechterhand ein langer Tisch mit Desserttellern, die einen kleinen Imbiss versprachen. Dort das Volk, hier unsere Blase, die zum Thema „Länderfinanzausgleich“ zusammen gekommen war. Vorgeblich eine Veranstaltung für alle, bei der sich aber von Beginn an eine Hälfte komplett ausgeschlossen fühlte, wie mir leider erst später bewusst wurde. „Ihr habt uns ja nicht mal an Euren Tisch gebeten“, war die Kritik, die ich später am Abend beim Bezahlen meines Deckels hörte und die mich baff erstaunte. Denn mein Gefühl war, dass sich die Stammrunde wenig für uns interessierte, dass wir im Gegenteil den gemütlichen Feierabend störten.

Verständnis entsteht nur dort, wo man miteinander spricht. Sprechen kann. Den Rest des Abends in der Kneipe habe ich deshalb mit drei Männern verbracht, die mir nach anfänglicher Wut und Enttäuschung abgenommen haben, dass es kein „Die und Wir“ gibt. Dass wir uns missverstanden hatten.

Für mich war dieser Abend ein Wendepunkt. Wir alle zusammen müssen wieder aufeinander zugehen. Wir müssen versuchen zu verstehen, warum jeder so fühlt und denkt wie er es tut. Dabei hilft einzig und allein das persönliche Gespräch. Kein Internet und auch keine so genannten sozialen Medien.

Ich möchte die kommenden fünf Jahre, die mir von den Wählerinnen und Wählern geschenkt wurden, genau dafür nutzen: Ich will raus aus meiner eigenen Filterblase und möglichst viele andere zum Platzen bringen. Ich möchte Menschen helfen mit dem, was ich selber kann und als Abgeordneter bewirken darf. Dafür werde ich noch mehr rausgehen an Orte, die nicht ohnehin auf meinem Weg liegen. Damit wir alle uns endlich wieder richtig gut verstehen.

56 thoughts on “Ein Wahlkampf, der mich verändert hat

  1. Marko Siebenpfeiffer says:

    Sehr gut geschrieben! Die SPD CAS ( woher ich eigentlich komme) hat Deinen Text bei Facebook verlinkt.
    Trage Deine Gedanken weiter, denn gerade wenn Du schreibst, dass jeder Einzelne nach seinem Befinden, dem warum und weshalb, gefragt wird, idt es genau das, was viele Menschen die letzten Jahrzehnte (?) vermisst haben.
    Gruß aus LU
    Marko Siebenpfeiffer

  2. Fritz Spratte says:

    Ja, da kann ich mich in vielem wiedererkennen, was die politische Basisarbeit angeht. Wir sollten aber auch unsere internen Kommunikationsformen mal kritisch hinterfragen: Wieso gelingt es meistens lediglich hinreichend, genügend Leute (Genossinnen u. Genossen) für Aktionen/Projekte zu begeistern – und wenn, dann oft die gleichen?

  3. Regina Görner says:

    Kann das meiste nachvollziehen. Mit einer kleinen Korrektur: das persönliche Gespräch funktioniert auch virtuell – man muss auch hier dazu „einladen“, sich aufs Diskutieren verlegen und nicht nur auf Verlautbarungen. Herzlichen Gruss

  4. Hartmann Johannes says:

    Hallo René, ich kann deine hier geschrieben Argumente nur unterstützen. Es wird viel zu viel aneinander vorbei geredet und nicht mehr unbedingt in einer Sprache die jeder versteht. Ich finde es toll und wünsche dir viel Kraft.
    Glück Auf

  5. WLCEK says:

    Hallo René,
    den Punkt 3. In deiner Auflistung kann ich nur bestätigen. Durch Gespräche mit
    Menschen mit Hoffnungen und Wünsche kam immer wieder wie ein roter Faden „Die Politiker verstehen nicht, was wir wirklich wollen.“

  6. Manfred Gose says:

    Das Problem ist, daß halt die Politiker-Kaste sich auch sprachlich vom Normalbürger entfernt. Wichtige Fakten werden so unverständlich ans Volk gebracht, daß man keine Lust verspürt, weiter zuzuhören. Redet wie das Volk, und nicht um den heißen Brei herum. Jemand, der wirklich was zu sagen hat, lockt auch Wähler auf den Marktplatz, und braucht nicht wie ein Zeuge Jehovas die Klinken putzen.
    Werdet wieder eine Volkspartei und nicht eine Politikerpartei.

  7. Sebastian Flecken says:

    René ,

    ein Text der für mir als Genosse (ein wenig) Mut macht. Musste hier drei mal laut und deutlich JA denken. Mach seit 1995 Wahlkampf- die Abläufe sind Rituale, wurden immer wieder diskutiert und- es ist genau so geblieben plus/minus ein paar marginalen Änderungen. Vor etwa 13 Jahren habe ich meine Partei vor Ort gewarnt: Für diese Wahlkampfinfrastruktur gehen uns die Leute aus- demographischer Wandel in der Partei, ich habe Wege aufgezeigt, WIE es anders geht. Zwei Stunden Später standen wieder 5.000 Flyer vor der Tür für die Hausverteilung.
    Allmählich wird der Leidensdruck in allen Unterbezirken so stark, dass wir nicht anders können, als anders zu denken. Uns geht die Kohle aus, vieles was noch vor 10,25 oder mehr Jahren selbstverständlich war müssen wir ändern. Das tut weh, ist aber auch eine Rückbesinnung auf alte Werte, alte Traditionen. Fin dich erst mal gar nicht schlecht, auch wenn es Stullenschmieren und Kuchenbacken am frühen Morgen bedeutet.

    Wahlkampf und das damit verbundene „Gedöns“ sind aber nur äußerer Ausdruck, Werbung halt. Die kann noch so gut sein, wenn die Inhalte nicht stimmen. Und und an denen gilt es jetzt zu arbeiten.

    In diesem Sinne alles Gute aus Oberhausen

    Sebastian Flecken

  8. Toll wäre, da dieser schöne Beitrag ja nunmal nicht auf ein Flugblatt gedruckt wurde (womöglich mit „Responseelement“), sondern im Netz, wenn es die mobile Version erlauben würde, Kommentare zu schreiben, ohne 20 mal automatisiert zum Seitenanfang hoch gepusht zu werden.

    Möglicherweise könnte man dann sogar einen positiven Kommentar hinterlassen.

  9. Lieber René, vielen Dank für Deine nachdenkliche Analyse, der ich vollkommen zustimmen möchte. Und vielen Dank für die Blumen! :=)

    Du kennst mich, ich rede mir seit einigen Jahren nun den Mund fusselig, was viele der von Dir genannten Dinge angeht. Die meisten haben es leider noch nicht verstanden. Für mich war im Wahlkampf bei einem Moment ganz besonders deutlich, wie wenig die Wahlkämpfer der Basis und auch die Verantwortlichen selbst verstanden haben, um was es geht: Es gab einen Aufruf per WhatsApp mit der Bitte, dass jeder diesen an 10 Leute schicken möge. An diesem Tag war ich in NRW mit anderen SPDlern unterwegs und bekam mit, wie nun bei den SPDlern immer untereinander das Handy vibrierte. Sogar die Landtagsabgeordnete vor Ort bekam mehrfach diese Nachricht aufs Handy: Bitte wählen gehen. Das hat gezeigt, wie wenig ein Bewusstsein dafür da ist, dass es im Wahlkampf darum geht ANDERE Menschen zu überzeugen. Wahlaufrufe per Video, die mit „Liebe Genossinnen und Genossen..“ beginnen, Infostände, die am frühen Vormittag abgebaut werden, weil keine Flyer mehr da sind, usw. Es muss in der Tat viel passieren.

    Es freut mich, dass Du daran mitarbeiten willst!

  10. Heidi toscan says:

    Du sprichst mir aus der Seele , alle Punkte sehe ich genauso, denn das Empfinden hatte ich im Wahlkampf als basisfrau auch.

  11. Jürgen Potzies says:

    Ja, Rene, das ist eine gute Erkenntniss, die Du da aus dem Wahlkampf ziehst. Auch ich glaube, dass man als Partei nicht erst im Wahlkampf Präsenz zeigen darf, schon gar nicht, wenn man aus der Opposition heraus arbeiten muß. Ich habe noch die Worte von mehreren Angesprochenen am Wahlkampfstand in Erinnerung, die da lauteten: Ja, wenn Wahlkampf ist, dann kommt Ihr raus.
    Ja, Du hast recht. Öffentliche Präsenz über die ganze Legislaturperiode ist wichtig. Die Ortsverbände sollten zusammen mit den Landtagsabgeordneten und auch den Bundestagsabgeordneten Themen, die die Wähler interessieren recherchieren und gemeinsame Veranstaltungen planen. Dabei ist es wichtig, dass die Wähler die Möglichkeit haben, ihre Fragen zu stellen und ihre Meinung zu sagen. Bei dieser Gelegenheit kann man dann auch darauf reagieren, wenn jemand auf rechtspopulistische Meinungsmache hereingefallen ist, indem man ganz sachlich argumentiert.

  12. Veronika Witthoff says:

    Danke für diese treffliche Analyse! Besonders der letzte Punke beschreibt genau mein Unbehagen, meine teilweise Hilflosigkeit bei ähnlichen Veranstaltungen. Lasst uns daraus lernen, vor allem für den Bundeswahl-Kampf!!

  13. Meurer Ulla says:

    Treffend zusammengefasst. Mein Freund Herbert sagt immer, wir müssen so sprechen, dass selbst der letzte versteht, was wir sagen. Die komplizierten Sätze, der Politikersprech entfremdet uns.

  14. Adams , Jörg says:

    Hallo René , starker Artikel und ich nehme dir auch ab, dass du das wirklich in die Tat umsetzt . Freue mich auf eine Zusammenarbeit

  15. Der Ansatz ist gut.
    Ich glaube aber fest daran, das wenn Politiker versuchen das Umzusetzen was die Wähler möchten und wenn dass nicht geht, dem Wähler sachlich erklären warum es nicht geht, könnten wir ganz auf Wahlkämpfe verzichten. Das spart Zeit für Wichtigeres, Geld und Nerven.

  16. Hans G. says:

    Sehr geehrter Herr Schneider, vielen Dank für die Selbstreflexion. Das ist grundsätzlich zu begrüßen und v.a. in Ihrer Partei eine Seltenheit. Sie sagen, dass die Politik die Bevölkerung nicht mehr versteht – und umgekehrt. Dazu möchte ich 2 Dinge äußern: 1. Alle Macht geht vom Volk aus. So steht es im Grundgesetz. Demnach hat die Politik als Dienstleister der Wahlberechtigten zu agieren. Sie und Ihre Kollegen haben UNS zu verstehen! 2. Ich bezweifle, dass viele Politiker die Wähler für voll nehmen. All zu oft heißt es von Politikern, man müsse die Entscheidungen den Bürgern nur besser erklären. Da schwingt eine Grundhaltung durch, als seien die Bürger per se verdummt. Diese Überheblichkeit ist ätzend. Vor allem, wenn man sich diverse Damen und Herren in den Parlamenten ansieht, die über eine nur sehr schwache Bildung verfügen; wenn überhaupt! Wer SO von oben herab auf die Bevölkerung blickt, wird am Wahltag zwangsweise geerdet. Ich war selbst lange Jahre in der SPD. Aber ich trat 2012 aus. Grund war nicht nur der unflätige Umgang mit Sarrazin, über dessen Thesen in der Partei nicht mal ernsthaft gestritten wurde (man versuchte indes einen Genossen kalt zu stellen und ihm die Meinung zu verbieten), sondern v.a. die Tatsache, dass die SPD einem schwarz-gelben Gesetz zum ESM mit deutlich höherer innerfraktioneller Zustimmung als Schwarz/Gelb begegnete!! Ich fiel vom Glauben – die SPD verballerte Steuerzahlergeld zur Rettung von Zockerbanken, während für meine Eltern nach 50 Jahren Arbeit ein Witz an Rentenerhöhung genehmigt wurde! Des Weiteren wird die SPD von Personen repräsentiert, die nur noch durch Pöbeleien auffallen, aber nicht durch konstruktive Vorschläge. Ich habe mich selbst als „rechts“ beschimpfen lassen müssen, bloß weil ich den Rechtsstaat umgesetzt sehen will. NOCH gelten hier Regeln! Wenn zudem der Herr Justizminister so völlig ohne Fingerspitzengefühl auftritt und sich von vormaligen Stasi-Spitzeln beraten lässt (Frau Kahane et al), dann dreht sich mir der Magen um! Personen, die für die Inhaftierung von DDR-Bürgern mit Verantwortung trugen, wird der Hof gemacht. Werter Herr Schneider, ich wuchs in einem SPD-Haus auf. Vater SPD. Mutter SPD. Immer SPD. In Europa. Im Bund. Im Land. Kommunal auf Kreis und Stadtebene. Aber damit ist nun Schluss! Ich lasse mich nicht mehr bevormunden. Ich brauche niemanden, der für mich denkt. Ich will, dass man mich ernst nimmt. Dass man Probleme nicht infantil schafft, sondern verantwortlich mit diesem Land umgeht. Dazu muss die SPD 2 Dinge machen: Zuhören. Und nochmals zuhören. Ach ja, und noch was: den Rand halten!! Einfach nur das umsetzen, was die Bürger wollen – aber verdammt nochmal endlich damit aufhören, uns zu erziehen. Fangen Sie endlich damit an, Politik für die Mehrheitsgesellschaft zu machen. Oder Sie gehen konsequent unter.

    MfG
    Hans G.
    Frankfurt am Main

    • Mitra says:

      Danke Hans G.!!!

      Es wäre tatsächlich so einfach für Politiker, wenn sie das täten, was Sie vorschlagen: zuhören und den Bürger ernst nehmen. Seine Sorgen, seine Nöte, sein Befinden.

      Und es NICHT besserwissen, was eigentlich „gut“ für den Bürger wäre.

      Das erfordert Selbstdisziplin, Offenheit und etwas ganz Wichtiges: Empathie. Ich muss Menschen mögen.

      Die überaus verhängnisvolle Besserwisser-Allianz von vielen Journalisten und vielen Politikern hat den Aufstieg der AfD erst möglich gemacht. Jedwede Ideologie ist intolerant, daher gibt es auch keine „gute oder schlechte“ Ideologie, sie ist IMMER schlecht.

      Die Ideologen aller Parteien sollten von denen, denen „ihre“ Partei am Herzen liegt, in die Wüste geschickt werden.

      Manche kapieren es am Ende selbst, wie Albig, manche scheinen es nie zu kapieren, wie Stegner, Gabriel et al.

  17. Klaus Tovar says:

    Die Nachteile der Hausbesuche:
    a) Wer Hausbesuche macht, verliert die kuschelige Welt der eigenen Filterblase. Wir meinen, wir müssten die Anderen aus ihren Filterblasen befreien. Durch die Hausbesuche verlieren wir unsere eigenen Filterblasen.
    b) Wer Hausbesuche macht, kann die Träumereien des politischen Betriebs nicht mehr mitmachen. Er kommt rein in das wahre Leben.
    c) Wer Hausbesuche macht, kann nicht zurück nach Wolkenkuckucksheim. Das tut ganz schön weh.
    Also: Hausbesuche (Tür-zu-Tür-Wahlkampf) muss sein.

  18. Maria Becker says:

    Moin, wichtig ist die Sprache die wir am Wahlstand benutzen. Nicht jedes Fremdwort wird verstanden und leider nicht nachgefragt. So können Missverständnisse und ein Gefühl der „Unterlegenheit“ bei GesprächspartnerInnen entstehen, eine schlechte Gesprächsbasis.

  19. Sonja Lehmann says:

    Super Artikel bzw. Erkenntnis…..also jetzt schon mit dem Wahlkampf für die nächste Landtagswahl beginnen . Und alle 6 Wochen in die Kneipe und hören was der Wähler zu sagen hat. Eine kommunalpolitikerin

  20. Jochen Weyrich says:

    „Verständnis entsteht nur dort, wo man miteinander spricht. Sprechen kann. “

    Da genau fängt Demokratie an. Dort kann sie aber auch enden. Wer wie Hr. Gabriel oder Hr. Schulz Bürger und Wähler dieses Landes aufgrund einer anderen, aber verfassungsmäßigen Meinung beschimpft, der setzt sich doch selbst nicht für Demokratie, für Gesprächsbereitschaft, für ein Miteinander ein! Der trennt! Man kann der SPD nur dringend raten, sich am Riemen zu reißen. Wer seine Mitbürger mehrfach in übler Weise beleidigt, muss über eine Reaktion nicht verwundert sein.

  21. Klasse, richtig Klasse René. Alleine wegen diesem Text hätte ich Dich gewählt, wenn ich in KaLi wohnen würde. 😉 Er passt zu dem authentischen Politiker, der das Menschsein nicht vergessen hat und zu dem Menschen René Schneider.

    LG Thomas

  22. Wolfgang Peters says:

    Ein schöner Ansatz, nur recht schnell geht es in Worthülsen über. Es gibt keine Filterblasen, außer den selbst geschaffen. Vor 40 Jahren habe in NRW verlassen und bin nach ein paar Jahren Aufenthalt in Afrika nach Bayern gezogen. Ich habe es nie bereut und wurde jedes Mal, wenn ich beruflich in NRW war enttäuscht. NRW ist meine Heimat und ich war früher SPD Mitglied. Wie konnte man dass Land nur so kaputt machen? Jetzt bin ich 67 Jahre alt und Rentner, aber ich bekomme immer noch Stellen Angebote, nur ich bin krank und kann nicht arbeiten. Da gibt es Leute in der SPD, die nie gearbeitet haben, die sprechen von abgehängten. Nee, so klappt es nicht.

  23. Wolfgang Peters says:

    „Your comment is awaiting moderation.“

    Ich bin jetzt schon viele Jahre aus NRW weg, aber hat sich die Sprache so sehr geändert?

  24. Marion Nasskau says:

    René, ich freue mich, dass du uns wieder im Landtag repräsentierst. Allerdings erstaunt mich deine Analyse ein wenig. Woher willst du wissen, welche Art des Wahlkampfes wirklich wirksam war. Woher nimmst du deine Erkenntnisse?? Du hast Quellen angedeutet, aber trotzdem bleibt bei mir so ein grmmelndes Gefühl, dass ich nicht akzeptieren kann, dass all meine Gespräche mit Menschen aus Xanten für Nichts waren. Es ist doch im Wahlkampf unmöglich, zu sagen, welche Strategie wirksam ist und welche nicht. Unsere Arbeit als Wahlkampfhelfer ist nicht messbar!!! Woher willst du wissen, was wirksam war oder nicht???
    Ich finde es wichtig, zukünftige Strategien zu besprechen, aber wenn alles was wir gemacht haben angeblich (du hast ja keine statistischen Beweise dafür), für die Katz war, frage ich mich, wie ich dich weiterhin unterstützen kann.
    Glückauf!

    • René Schneider says:

      Liebe Marion,

      unsere Anstrengungen in Xanten waren selbstverständlich nicht für die Katz. Was ich meine ist, dass wir seit Jahren merken, dass immer weniger Menschen auf den Märkten unterwegs sind. Also können wir dort mit immer weniger Bürgern in Kontakt kommen, zumal – wie Du sicherlich auch festgestellt hast – allzu viele einfach einen Bogen machen. Die, die wir treffen und mit denen wir ins Gespräch gekommen sind, für diese Kontakte war jede Sekunde wertvoll!

      Leider werden aber auch unsere Ressourcen kleiner, weshalb ich auf Haustürbesuche hingewiesen habe, die im Zweierteam ein Ersatz für sehr viel aufwändigere Infostände sein könnten.

      Also kurzum: Jedes einzelne Gespräch am Infostand war und ist wertvoll. Gedanken müssen wir uns aber über die Form machen, weil Märkte weniger und die Besucherzahl kleiner werden. Nicht, dass wir in einigen Jahren an einem Vormittag nur noch mit einer Handvoll Menschen in Kontakt kommen. Da finde ich es besser, jetzt schon neue Formen zu diskutieren.

      Liebe Grüße
      René

  25. Skawran says:

    Die SPD plus Grüne hat dieses Land über Jahrzehnte zugrunde gerichtet. Aus ideologischen Gründen keine Ingenieure eingestellt u die Straßen verkommen lassen. Die Schulen genauso. Die Kinder können nicht rechnen, lesen u schreiben.
    Ganz viele müssen lange Strecken zur Arbeit fahren, weil es zu wenig guten u bezahlbaren Wohnraum gibt.
    Das war alles absehbar.
    Ab nächste Woche werden sie der neuen Regierung die Schuld geben u hoffen, dass die Verwaltung, die sie über Jahrzehnte geschaffen haben diese scheitern lässt ( hat schon einmal funktioniert).
    Sie machen eine noch schlimmere Klientelpolitik wie die anderen Parteien u fordern dabei systematisch von Nachgeordneten Recht, Gesetz u Zuständigkeit außer Kraft zu setzen.
    Herrschen nach Gutsherrenart

  26. Wolfgang 1977 says:

    Ein guter Kommentar, unabhängig davon, ob die Selbstkritik vollkommen ehrlich ist. Nur so ist das dauerhafte Abgleiten in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird und die Generation der Stammwähler altersbedingt kleiner wird, läuft es sonst wie für die Sozialdemokraten in Frankreich, Italien oder Großbritannien. Nur als ein Beispiel: Sagt den Leuten ehrlich, dass Ihr dauerhaft sehr große Summen nach Frankreich überweisen wollt, um den Front National zu verhindern. Ich denke zwar, dass das falsch ist, aber vielleicht denkt die Mehrheit von uns anders. Nur schwurbelt nicht Drumherum und gebt dann auch zu, was dann halt in Deutschland nicht mehr geht. Viele Wähler glauben noch an das „demokratisch“ in der SPD, einige noch an das „sozial“ aber kaum noch einer
    daran, dass Ihr Euch als „deutsche“ Partei versteht. So traurig es ist, aber wir können die Probleme der Welt alleine nicht lösen, was gerade die Blasenpolitiker gerne glauben wollen. Passen wir auf, dass wir nicht aus Hilfsbereitschaft auf die alte Idee verfallen, „am deutschen Wesen müsse die Welt genesen“. Ein gesunder Menschenverstand hilft hier, den Mittelweg zu finden.

  27. Peter Sommer says:

    Ich glaube hier geht es weniger um Infostände, als um Themen.

    Ich bin selbst abgewanderter SPD-Wähler, weil die SPD das Thema innere Sicherheit nicht ernst nimmt. Bestes Beispiel gestern aus der Zeitung: Die Schläger die gestern in Berlin geschnappt wurden und einen Helfer fast zu Tode geprügelt haben, waren vorbestrafte Intensivtäter und waren seit 2015 in Syrien.

    Dass diese Art Klientel hier ein Delikt nach dem anderen begehen kann und erst dann Konsequenzen befürchten muss, wenn jemand im Koma, halbtot oder tot ist – GENAU DAFÜR STEHT FÜR MICH MITTLERWEILE DIE SPD.

    Sowas können Sie keinem normalen Menschen mehr vermitteln und so eine Politik, die einem Täter hilft (der sicherlich eine schlimme Geschichte hatte) und dafür 50 Opfer in Kauf nimmt, ist auch nicht sozial, sondern ASOZIAL.

    Gestern hat ein schlauer Politikprofessor im Fernseher gesagt: Innere Sicherheit ist ein soziales Thema, da es weitgehend die schwachen und ärmeren Menschen betrifft, die in den schwierigen Brennpunkten wohnen und auch nicht wegziehen können. Das sollte sich die SPD mal merken!

    mfG

  28. Alfred says:

    Ernsthaft? Sie fragen sich allen Ernstes, warum sich offenbar ein Band zwischen den „Menschen da draußen“ und Ihnen gestellt hat??

    Ich gebe Ihnen einfach wirklich einfachen Rat, damit Sie besser verstehen, warum Sie und Ihre Partei immer öfter verlieren:
    1. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, wie es der einfache Arbeiter oder die allein erziehende Mutter muss. Am besten zu abendlichen Zeiten – beobachten Sie Ihre Mitfahrer (insb. jugendliche Gruppen, die pöbeln, krakeelen und Mitfahrer bedrohen).
    2. Versuchen Sie mit einem Durchschnittseinkommen über die Runden zu bekommen und notieren Sie für ein, zwei Monate, auf was Sie alles haben verzichten müssen.
    3. Reden Sie mit Menschen, bei denen eingebrochen wurde, die sexuell belästigt worden und/ oder die unschöne Erfahrungen mit Kriminellen haben machen müssen.
    4. Reden Sie mit Menschen, die seit 40 Jahren arbeiten gehen, Steuern zahlen und die dennoch mit ihrer voraussichtlichen Rente nicht über die Runden kommen werden.

    Auf all dies haben Sie keine Antworten!
    Auch Ihre Hauptprotagonist Stegner nicht.

  29. Tis says:

    Aus der Blase raustreten? Wie wollen Sie das machen? Mein Wunsch wäre es, 1. Wahlversprechen zu halten, 2. sich zu positionieren und nicht an andere Parteien anzupassen, 3. Bürger nicht mit Blabla bei Problemen/Wünschen abzuspeisen und 4. gute Arbeit auch als Opposition zu unterstützen (z Zt ist die jeweilige Opposition immer gegen die jeweilige Regierungsentscheidung). Damit wäre schon viel gewonnen. Gilt aber für alle Parteien.

  30. Helga Krokowski says:

    Sehr geehrter Herr Schneider,
    das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
    Schön wäre es, wenn Sie sich in den Städten umsehen würden, soziale Brennpunkte zur Kenntnis nähmen und verstünden, daß wir Bürger, die jahrelang hart gearbeitet haben und in das System eingezahlt haben,
    nun vor einem Scherbenhaufen stehen. Wir fragen uns, wie sozialdemokratisch und arbeiterfreundlich ist diese SPD noch? Sogar die Renten werden besteuert.
    Jahrelang wurde uns erklärt, daß wir sparen müssen.
    Straßen, Schulen, Kindergärten sind in einem desaströsen Zustand. Scheinbar ist dafür kein Geld vorhanden. Und plötzlich, man glaubt es kaum, gibt es Milliardenbeträge, für Menschen, die unsere Straßen unsicher machen, Frauen vergewaltigen und sogar töten, die Terror ausüben,
    stehlen (und dafür noch nicht einmal zur Verantwortung gezogen werden) …
    Mein Mann und ich haben immer SPD gewählt. Wir kommen aus alten, sozialdemokratischen Familien
    und haben diesmal aus Protest AfD gewählt.
    Ich hoffe, daß die Sozialdemokratie wieder ihre Wurzeln findet. Politiker wirken auf uns Bürger wie gestilte Schauspieler, die in Wirklichkeit nur an sich selber ein Interesse haben und nicht am Wohl des Volkes!
    MfG
    Helga Krokowski

  31. Mitra says:

    Lieber Herr Schneider,

    erst einmal vielen Dank für Ihre wundersame Reflexion. Wundersam deshalb, weil Sie im SPD-Kontext damit leider ein Alleinstellungsmerkmal haben, zumindest in meiner (natürlich limitierten) Wahrnehmung. Ihr dritter Punkt scheint mir in die „richtige“ Richtung zu weisen.

    Nach meiner Wahrnehmung hat die SPD (und andere, z.B. die Grünen) ein auf der Zeitachse immer größer werdendes Problem, da sie die Menschen, ihre Wähler, tatsächlich nicht mehr verstehen. Nein schlimmer, eigentlich nicht mehr verstehen wollen. Übrigens, dieses Problem hatte eine Zeitlang durchaus auch die CDU, aber die konnte es mittlerweile korrigieren, zumindest in die „richtige“ Richtung lenken.

    Eine politische Partei, die den Menschen nicht mehr wirklich zuhört, sondern nur mehr ex cathedra glaubt, den Menschen ihre – nach eigenem Verständnis sehr viel richtigere – Sicht der Dinge glaubt aufoktroyieren zu müssen, sie zu missionieren, darf sich über Abwehrverhalten der Menschen nicht wundern.

    Wenn ich von „zuhören“ spreche, dann meine ich wirkliches ZUHÖREN. Darunter verstehe ich sicher nicht, vermeintlich / kurz zuhören, dann aber mit meiner politischen Botschaft zuschütten (weil, ich weiß ja, was eigentlich „gut“ für die Bürger ist). Zuhören ist für mich, zuhören, nachdenken / reflektieren, leise sein. Allenfalls nachfragen, um sicher zu gehen, den oder die Menschen tatsächlich „richtig“ verstanden zu haben. Dann meine eigene Position anhand des Gehörten kritisch hinterfragen und neue – gehörte – Elemente in meine (hoffentlich nicht abgeschlossene) Meinungsbildung einfliessen zu lassen.

    In einer verhängnisvollen Allianz haben nahezu alle Medien-Redaktionen in Deutschland diesen Weg des Nicht-Zuhörens unterstützt und damit den „Besserwissenden“ tagtäglich die Munition geliefert, es doch eigentlich „besser zu wissen“. Und viele Bürger sahen sich zunehmend entkoppelt von den Kanzeln dieser Welt, die täglich auf sie herab redeten.

    Die Wahrnehmung vieler Bürger war und ist: es geht nicht um Demokratie, es geht nicht um die Bürger – es geht darum, gegen die Interessen und den Willen der Mehrheiten, die eigenen Positionen durch Umdefinition und Missbrauch von Attributen wie „gerecht“, „sozial“, „ökologisch“ aufzuwerten und kraft eines Monopols auf Moral und Intelligenz alle politisch Andersdenkenden zu reaktionären „Wutbürgern“ abzuwerten.

    Der Erfolg dieser Masche hat aber, nicht nur in Deutschland, die gesellschaftliche Spaltung herbeigeführt, unter der die Welt heute leidet und die der reaktionären Rechten ihren Aufstieg zur heutigen Bedeutung erst ermöglichte.

    Ideologisch fixierte Botschaften / „besserwissenende Vortäge“ a la Albig, Stegner et al. ohne Empathie schrecken ab und führen in politische Einbahnstrassen.

  32. Alan Brego says:

    Ihr versteht das Volk nicht mehr, weil ihr doch gar nicht mehr glaubt, dass es ein (deutsches) Volk gibt. Das sage ich als Migrant. Eure türkisch-stämmige Ministerin behauptet, es gäbe keine deutsche Kultur. Ihr wollt die Homo-„Ehe“, Gendermärchen, alle Kinder in staatliche obhut schicken, facebook-Stasi, usw. usw. Für was steht ihr denn? Nur dafür? Mit „Ihr“ meine ich auch die CDU.

    • sascha says:

      “ Wir verstehen uns nicht mehr“
      Nein Herr Schneider,“ WIR“ vertrauen der SPD einfach nicht mehr.
      Dieser Artikel im Postillon trifft es so ziemlich auf den Punkt:

      http://www.der-postillon.com/2017/02/traditionelles-linkes-halbjahr.html

      Apropos Vertrauen:
      am Freitag das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (gerne auch Zensurgesetz genannt) von Herrn Maas (natürlich nicht nur von Ihm) im Bundestag beraten.
      Irgendwie muss ich die öffentliche Diskussion darüber verpasst haben….

  33. Frau Riege says:

    Sehr geehrter Herr Schneider,

    Ihr Post hat mich beim ersten Lesen positiv gestimmt.
    Dann allerdings bin ich ärgerlich geworden und auch Enttäuschung (das Ende der Täuschung) hat sich gemeldet.

    Wie können Sie – und alle Ihre Politikerkollegen egal welcher Couleur – sich als Volksvertreter wahrnehmen, wenn Sie selbst eingestehen müssen, dass Sie gar nicht wissen, was das Volk überhaupt bewegt?

    „Volksvertreter vertreten das Volk genauso, wie Zitronenfalter Zitronen falten. Nämlich gar nicht.“
    Ein Korn Wahrheit ist da enthalten, nicht wahr?

    Und die Basis, Ihre Parteikollegen, sind oft auch in ihrer programmatischen Welt und der entsprechenden Wahrnehmung gefangen.

    Ein persönliches Erlebnis dazu:
    Internationaler Frauentag, Bahnhof meiner Heimatstadt.

    Ich werde gleich mit dem ÖPNV 40 Minuten zur Arbeit pendeln, bin mit den Gedanken bei der Konferenzvorbereitung und tippe den Einkauf ins Smartphone, damit ich auf dem Heimweg heut abend nichts vergesse.

    Eine Karte mit rotem Schokoherzchen darauf schnellt in mein Gesicht und ich stoppe irritiert.
    Eine lächelnde Frau in ihren 50ern, adrett modisch gekleidet und frisiert. „Hier, eine Einladung zu unserem Frauenfest. Kommen Sie doch auch heute nachmittag auf den Marktplatz!“
    „Was feiern Sie denn?“ war alles, was ich herausbrachte.
    „Heute ist doch Internationaler Frauentag! Wir feiern unsere Erfolge und zeigen der Politik, dass noch längst nicht genug für uns getan wird! Die SPD ist eben solidarisch!“

    „Danke nein, ich arbeite bis heute abend.“
    „Dann nehmen Sie doch die Karte mit und essen wenigstens das Schokoherzchen. Heute ist doch unser Tag.“

    Mir schwirren alle möglichen Dinge durch den Kopf.
    – Eine türkische Kollegin hat seit Tagen im Büro eine Sonnenbrille auf. Jeder weiß, dass sie keine empfindlichen Augen hat, sondern den blauen Fleck verstecken will.
    – Meine 11jährige Tochter und ihre Freundinnen trinken bis Schulende nichts, damit sie nicht eine der graffitibeschmierten, stinkenden und meist mit Klopapier verstopften Schultoiletten benutzen müssen.
    – In der Schule meines Sohnes stich ein 16jähriger Schüler mit einem Teppichmesser auf einen Klassenkameraden ein und verletzt diesen lebensgefährlich. Inzwischen geht der Täter wieder zum Unterricht, weil er eine gute Sozialprognose hat.
    – Meine 19jährige Tochter traut sich nicht mehr allein in die Fußgängerzone, seitdem junge Asylanten hier untergebracht sind und mehrmals versucht haben, ihre langen blonden Haare und noch andere Stellen ihres Körpers zu streicheln.
    – Meine Mutter geht jede Woche, bei Wind und Wetter, zur Tafel und wartet dort geduldig bis zu 2 1/2 Stunden, bis sie eine Tüte Lebensmittel bekommt – weil sie trotz über 30 Jahren Arbeit nur eine kleine Rente bekommt und fast die Hälfte schon für ihre Miete verplanen muss.
    – Seit Jahren engagiere ich mich in einer Gruppe, die gegen die entsetzliche Praxis weiblicher Beschneidung hier in Deutschland aktiv ist.

    Am liebsten hätte ich diese nette SPD-Frau gefragt, wie sich ihre Solidarität in diesen Dingen praktisch äußert.
    – Gewalt in der Ehe bei „anderen Traditionen“?
    – Instandhaltung von Schulen?
    – Strafen für Gewalttäter?
    – Schutz vor sexuellen Übergriffen?
    – Soziale Gerechtigkeit für arme Rentner?
    – Schutz von ausländischen Mädchen vor lebensgefährlicher Verstümmelung?

    Was wären Ihre Antworten?

    Herr Schneider, machen Sie mal den Selbstversuch mit Ihrer Familie, wenn Sie Ihren Post ernst meinen.
    Wie einige Kommentatoren schon angeregt haben:
    – Rechnen Sie Ihren Hartz IV-Satz aus und leben Sie einen Monat von diesem Geld. Nicht schummeln!
    – Tauschen Sie für einen Monat die Wohnung mit einer Familie in einem Problemviertel (oder wenn Sie das nicht mögen, mieten Sie dort eine Wohnung)
    – Fahren Sie von dort aus mit Bus und Bahn zur Arbeit und zu Ihren Terminen
    – Lassen Sie Ihre Frau oder Tochter dort allein bei Aldi, Penny oder Lidl einkaufen
    – Helfen Sie dort ehrenamtlich in einem Jugendtreff mit, oder beim Kinderschutzbund
    – Begleiten Sie einen Morgen lang die Müllmänner bei ihrer Arbeit, oder laufen Sie einen Nachmittag mit der Politesse durch die Straßen

    Nur Mut, schlucken Sie die rote Pille.

  34. Thresa says:

    Sehr geehrter Herr Schneider,
    auf Ihre Beitrag wurde ich über die Medien aufmerksam gemacht, bin keine NRW-Bürgerin: es hat mich interessiert, wie Sie als SPD-Mitglied und -Abgeordneter das Wahlergebnis kommentieren/erleben.
    Ja, alles gut, was Sie schreiben und doch hat es mich sehr erstaunt, wie eine Partei, deren sicherlich auch professionellen Berater und v.a. deren Mitglieder und Abgeordneten, so sehr sich von einem sog. Martin-Schulz-Hype blenden lassen konnten, so wenig nachgedacht, so wenig gespürt haben, was die Menschen in NRW auf den Nägeln brennt. Und dass Sie auch die Warnungen der „Medien“ nicht wahrnehmen wollten, die doch angemahnt haben, dass M.Schulz konkrete Inhalte bringen muss: eine einzig konkrete Maßnahme nannte er: Ausbau von Weiterbildungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose. Selbst zu diesem Thema hat der ausgeschiedene BA-Chef Weise in einem SZ-Interview wirksamere Maßnahmen genannt.
    Aus der Ferne (von NRW) und als ganz normale Aerbeitnehmerin hatte ich mit zunehmendem ungläubigen Erstaunen zugeschaut, wie die SPD „sehendes“ Auges (tatsächlich aber blind!) in ihr Verserben rennt.
    Wird auch das – neben den von Ihnen genannten Erkenntnissen – in Ihrer Partei aufgearbeitet und diskutiert?
    Manchmal habe ich daran Zweifel, wenn ich die vergangenen Jahre anschaue!

    Ihnen wünsche ich alles Gute und Erfolg bei Ihrer Arbeit als Abgeordneter für Ihre Wähler!
    Mit freundlichen Grüßen aus Baden-Württemberg
    T.M.

  35. Klaus M. says:

    Links blinken, rechts abbiegen. Agenda 2010, Hartz4, Steuerbelastung, Vorratsdatenspeicherung & sonstige Überwachungt, Maassche Zensurpläne, Abbau Bürgerrechte, CETA & TTIP, Maut. Migration ohne Limits. Korrupte EU und Euro um jeden Preis, auf Kosten der deutschen Bürger.

    Kritik von Experten oder gar Bürgern wird nicht nur nicht ernst genommen, nein, nicht einmal zur wirklich Kenntnis genommen.

    Wie du mir, so ich dir. SPD? Was ist das? Kann das in den Müll?

    Sie sind vielleicht jetzt aufgewacht. Aber Ihre Parteispitze? Weit davon entfernt. Sie ist merkbefreit und produziert nur Worthülsen, man müßte sie komplett austauschen.

  36. Markus Zimmermann says:

    Thema Filterblase:
    Auf http://www.spdfraktion.de/node/127581 zu lesen:

    „Einige Menschen in unserem Land äußern Ängste, dass sie im Zusammenhang mit dem Zuzug von Flüchtlingen und Asylsuchenden, vermehrt Opfer von Kriminalität werden könnten. Doch Fakt ist: Der Anteil derjenigen, die Straftaten begehen, ist unter den Asylsuchenden nicht höher als in der deutschen Bevölkerung.“

    Auch ich gehöre zu den Menschen, die diese „Ängste“ bereits Ende 2015 äußerten – auch an einem klassischen SPD Infostand. Meine Gespächspartnerin erklärte mir in Stegner-Manier, dass meine Ängste absolut unbegründet sind und ich ein empathieloser, besorgter Bürger, wenn nicht gar Hetzer bin. Damit war das Gespräch für sie beendet.

    Nun, mittlerweile ist es amtlich, dass meine diffusen Ängste Realität wurden. Laut offizieller Kriminalitätsstatistik 2016 stieg die Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer um 52,7 Prozent. Spitzenreiter bei Delikten wie gefährliche und schwere Körperverletzung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Taschendiebstahl und Wohnungseinbrüchen.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article163918666/Zahl-der-tatverdaechtigen-Zuwanderer-steigt-um-52-7-Prozent.html

    Die Filterblase in der SPD besteht aber weiterhin. Auf spdfraktion.de gibt es in der Kategorie Flüchtlingskriminalität keine Updates seit 06.2106.

    Ja, wir verstehen uns nicht mehr!

  37. Herr Q. says:

    Ich werde Ihnen gerne erklären, warum ich Fr.Kraft abgewählt habe und den SPD Messias ganz sicher nicht wählen werde:
    Es war das dumpfe Gefühl, das in NRW einiges schief läuft. Dieses Gefühl stellte sich nach einer ausgiebigen Ostdeuschland Reise ein.Wir bezahlen Soli und manche Städte dort scheinen nicht mehr zu wissen ,wohin mit der ganzen Kohle.. In KaLi mag die Welt ja noch in Ordnung sein -in Gelsenkirchen sicher nicht. Ich würde wetten, dass dort die SPD seit ewigen Zeiten die Verantwortung trägt..
    Dazu kam dann der unsägliche Herr Jäger, der ja bei jedem Interview praktisch gebettelt hat, schickt mich endlich in die Wüste, ich bin restlos überfordert..H.Schulz trug Jahrelang die Verantwortung für das, was die Eu am Wähler vorbei verzapft hat, ,z.B. Glühbirne etc..schlimmer ist aber,das ich mit Schulz auch Fr. Roth und co. an die Macht bringen würde. Also kann ich nur Fr.Merkel wählen – nicht weil ich ihre Politik mag,oder gar erwarte,dass sie den selbst angerichteten Schäden repariert.Nein, sie ist einfach das überschaubarere Übel.
    Aber trotzdem herzlichen Glückwunsch, ihr Artikel hat mich dazu gebracht, meinen ersten
    „Politischen“ Komentar zu schreiben- vermutlich mutiere ich gerade zum Wutbürger.

  38. Jikeli, Günther says:

    Volle Zustimmung. Aber das eine -Stand- schließt das andere -Gespräch an der Tür- nicht aus. Wenn man bekannt ist, sollte man sich zeigen. Je weniger man bekannt ist, desto mehr muss man von Tür zu Tür gehen.

  39. Hallo Herr Schneider
    Ich hatte Ihnen gerade schon auf Twitter geantwortet, möchte meine Gedanken aber gerne noch etwas ausführen.

    Vor ein paar Wochen hatte ich eine verbale Auseinandersetzung mit Jens „Pottblog“ (vielleicht kennen Sie ihn) oder einem seiner Accounts auf Twitter.
    Wir sind uns fast in die Haare gegangen, weil ich ihm meine Empfindungen über die Ergebnisse der Rot-Grünen-Politik in NRW mitteilte und er das völlig anders sah.
    Ich wunderte mich, wie er einfach darüber hinweg ging und überhaupt nicht verstehen wollte, was ihm ein Wähler an Gedanken zutrug. Er blockte ab, führte Gegenargumente auf, aber was bringen diese, wenn ich als Wähler das doch ganz anders sehe/empfinde und dies teilweise auch mit Zahlen belegen kann.

    Ich fühlte mich einer Arroganz ausgesetzt, diesem blinden Glauben an eine Partei meines Diskussionspartners, die jedes offene Ohr von vornherein zu verschliessen schien.

    Wochen später stritt ich mich über Twitter mit der SPD über das Thema „Start-Ups“ in NRW. Berlin liegt hier mit einer Förderung in unglaublichen Höhen, im Vergleich zu NRW, obwohl wir hier doch eigentlich gerade diese Unternehmen bei uns ansiedeln sollten, bedenkt man den nötigen Strukturwandel. Auch weiss ich von europäischen Bekannten, die extra ins Ruhrgebiet gekommen sind, weil hier die Mieten niedriger sind, als in manch einer europäischen Region/Metropole. Was für ein Argument! Zudem eine geniale Infrastruktur, abgesehen von den Staus u Verspätungen bei der Bahn 🙁 .

    Als ich von der SPD Links zu Zahlen bekam, die eher MEINE Position unterstützten, als die der Partei, kam ich mir vollends auf den Arm genommen vor und konnte das einfach nicht fassen!
    Wer saß da und vertrat die SPD auf Twitter?
    Wie konnte man sich selbst nur so…schaden???

    Ich ärgerte mich! So richtig!

    Wie kann man so bockig sein?
    Wie kann man das, was einem der Wähler an konstruktiver Kritik versucht zu vermitteln, sorry, „klugscheisserisch“ einfach wegwischen und sagen:“ Hör mal Du kleiner, dummer Wähler, WIR wissen schon, was wir machen, keine Sorge! WIR wissen das alles viel besser!“ <- So kam das bei mir an!

    Und jetzt erfahre ich aus RTLnews und WDRaktuell, dass Sie sich Gedanken gemacht haben. Dazu fiel mir spontan ein:

    Mann, endlich einer! Aber nur EINER! Immerhin schon mal ein Landtagsabgeordneter!!! *Daumenrauf*

    Ich gebe Ihnen in Ihrer Analyse vollkommen recht! Sie haben das Problem, meiner Ansicht nach, gut erkannt.

    Und wissen Sie, was ich noch vermisst habe und weshalb ich Ihren ehemaligen Vorsitzenden (Gabriel) die ganze Amtszeit über, für absolut unglaubwürdig gehalten habe?

    Er sagte:" Wir müssen wieder da hingehen, wo es stinkt!"

    Wenn ich das wörtlich nehmen sollte, verstand ich es so, wie S I E es nun selbst erkannt haben: Ab in die Wohnungen…Klinken putzen….klingeln und mit den Bürgern sprechen! Fragen, wo der Schuh drückt, fragen, was in der Gesellschaft anders laufen soll. Ohne Wertung, aber mit dem Anspruch, diese Gedanken aus dem (Wahl)Volk aufzunehmen und DARAUS Politik zu gestalten! Und…wie Sie sagen: KONSEQUENT UMSETZEN!

    Und wo waren die SPDler nach Gabriels Spruch?

    Ich hoffe, Sie erregen mit Ihren Gedanken genügend Aufmerksamkeit in Ihrer Partei, dass dort auch die Oberen erkennen, dass Ihre Ideen genau das sind, worauf die Leute warten!

    Allerdings…all dies nur zu Wahlkampfzeiten zu machen, auch das haben die Wähler inzwischen erkannt, ist mehr Heuchelei als ernst zu nehmend!

    Aber Sie werden es schwer haben, denn die SPD hat in den letzten Jahren viel Vertrauen verspielt. Nicht umsonst verlor Ihre Partei so hoch, gerade auch im Ruhrgebiet, aus dem auch ich komme!!!! Auch ICH habe dieses Mal nicht Rot-Grün gewählt und es war seit Jahrzehnten das erste Mal! Weder Erst- noch Zweitstimme!

    Wenn die SPD das im September ändern will, muss sie mir schon Zukunftsperspektive liefern, die ich mir für mich und Deutschland erwarte und zwar unter dem (dann glaubwürdigen) Motto: Zuerst der Mensch!!!!!!

    Wenn Sie Fragen haben, dürfen Sie mich gerne kontaktieren. Ich bin jederzeit für eine Diskussion offen, wenn auch sehr kritisch, aber, wie ich meine, auch gerne sachlich!

    Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen Erfolg Ihrer Erkenntnisse,

    C. Pukownik

  40. Alles richtig, aber lasst uns zum Kern der Sache kommen:

    die SPD Führung vertritt die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler nicht. Von Martin Schulz, der CETA in Brüssel toll findet und meint, er könne uns dann Märchen über soziale Gerechtigkeit im Wahlkampf erzählen bis zu Hannelore Kraft, die meint, dank ihrer persönlichen Beliebtheit, brauche sie über unsere Interessen nicht zu reden.

    Solange grüne und SPD Abgeordnete ihre Rolle als Volksvertreter nicht wahrnehmen, sondern sich als Mehrheitsbeschaffer verstehen, helfen die besten Wahlkampfmethoden wenig.

    Die Botschaft ist die Strategie. Die Interessen der Wähler entscheiden.

  41. Johannes Smeets says:

    Die Politiker aller Parteien sollten m. E. nicht immer radikal die politischen Entscheidungen, das Handeln ihrer „Gegner“ verteufeln, in Grund und Boden reden, als Schwachsinn bezeichnen wie ich neulich in einer Gesprächsrunde im TV hören musste. Jeder halbwegs vernünftige potenzielle Wähler weiß doch, dass jede Partei neben den von mir und vielen abzulehnenden Vorstellungen sowie getroffenen und in Politik umgesetzten Entscheidungen auch Programmpunkte vertritt und verwirklicht hat, die ich oder viele akzeptiere(n). Hier sollte ein kluger Vertreter einer Partei einfach mal das Wirken des „Gegners“ loben und derart argumentieren: „Was ihr gemacht habt war gut, aber nicht ausreichend; hier können wir wohl kompetenter eure Arbeit zu Ende führen“. Ich bin 40 Jahre Mitglied der CDU in Baden-Württemberg und weiß als ehemaliger NRW-Bürger wie schwer für alle Parteien das Land an Rhein und Ruhr nach dem Strukturwandel -weg von Kohle und Stahl – zu regieren und in ein nach heutigen Kriterien und zukünftigen Bedingungen modernes Bundesland zu führen ist. Auch Hannelore Kraft gebührt Dank für ihre sehr engagierte Arbeit!
    Johannes Smeets – Klosterreichenbach im Schwarzwald

  42. Olli says:

    Nehmen Sie sich mal 52 Minuten Zeit und schauen sich einfach die Anstalt vom 16 Mai in der ZDF Mediathek und erklären mir dann hinterher warum ich im September noch SPD wählen soll?

    Die SPD sollte für Standards aus Frankreich kämpfen und nicht dafür das Frankreich nun die Agenda 2010 Importiert! Oder gar das Leiharbeitergesetz von Frau Nahles! Ich wundere mich das sich die SPD noch wundert.

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